Florianstag 2010 mit Bröckeler Kameraden
Zum Florianstag am 4.Mai lud die Kirchgemeinde zu einem Feuerwehrgottesdienst in die Friedersdorfer Kirche ein.
Da am gleichen Tag die Altersabteilung unserer Wehr mit Bröckeler Alterskameraden ihre 20-jährige Partnerschaft feierten, konnte auch der Florianstag gemeinsam begangen werden. Kamerad Karl-Heinz Heidmann, der vor 20 Jahren amtierende Ortswehrleiter der Feuerwehr Bröckel (Niedersachsen), war mit drei seiner "alten Getreuen" angereist.
Nachdem am Nachmittag in geselliger Runde über 20 Jahre vergangener Partnerschaft und deren weiteren Zukunft "philosophiert" wurde, nahmen wir am Abend gemeinsam am Feuerwehrgottesdienst in der Kirche teil. Mit Orgel- und Bläsermusik, Predigt und Fürbittegebet wurde der kirchliche Gedenk- und Ehrentag für Helfer in der Not begangen. Auch Feuerwehrkameraden aus Nachbarwehren nahmen an diesem Gottesdienst teil.
Ein abschließender traditioneller "Umtrunk" in unserem Feuerwehr-Schulungsraum beendete ein abwechslungsreiches Kameradschaftstreffen und füllte gleichzeitig ein weiteres Blatt in unserer 129-jährigen Feuerwehrchronik.
Pfarrer Andreas Blumenstein schrieb am 17.02.2015 zu diesem Artikel
Liebe FloriansjüngerInnen,
ich denke gern an den großen Florianstag vor 5 Jahren zurück. Wird 2015 das silberne Jubiäum der Partnerschaft gefeiert?
Mit freundlichen Grüßen
Pfarrer Andreas Blumenstein,
Ephoralvikar im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz
E-Mail: ablumensteein@aol.com
Pfarrer Andreas Blumenstein schrieb am 31.05.2010 zu diesem Artikel
Liebe Friedersdorfer,
wenn die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr ausrücken, dann heulte die Sirene und der Pieper meldete sich. Am Florianstag ist das anders. Da läuteten die Glocken der Friedersdorfer Kirche und ausgerückt wurde trotzdem, nicht um einen Brandherd zu löschen, sondern, um sich des Floriansauftrags („Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“) zu erinnern. An dem Dienstag, dem 4. Mai 2010, wurde zum ökumenischen Gottesdienst geladen und gleich zwei Pfarrer aus röm.-kath. und ev.-luth. Kirche begrüßten die FloriansjüngerInnen. In seiner Predigt ging der gebürtige (geboren 1922) Neusalzaer röm.-kath. Priester i. R. Werner Dango auch auf die Brände in seiner Heimatstadt ein, der Florianslegenden nebst des Spruches (O, heiliger Sankt-Florian, verschon' dies Haus, zünd' andere an!) und dankte für den freiwilligen Dienst, der weit mehr ist als nur eine Freizeitbeschäftigung zum eigenen Vergnügen und zur eigenen Freude. Im Fürbittgebet wurden Bitten, Dank und Zuversicht vor Gott gebracht.
(Pfarrer A. Blumenstein)
1. Herr, wir blicken auf 20 Jahre Feuerwehr vergangener Partnerschaft Bröckel-Friedersdorf zurück.
Wir danken für das Engagement, die Einsatzbereitschaft und den Zusammenhalt der Bröckeler und Friedersdorfer Feuerwehrmänner und -frauen.
Jeder hat seine Gaben und Fähigkeiten zum gemeinsamen Wohl aller eingebracht. Wo sie konnten, haben sie geholfen, dem Nächsten das Leben zu retten, Haus und Hof zu bewahren oder schlimmere Schäden zu verhüten. Bisweilen haben sie ihr Leben und ihre Gesundheit für andere riskiert.
Wir bitten Dich: Gib uns auch in Zukunft Kraft und Ausdauer, Fantasie und Kompetenz, Mut und Gelassenheit, um unserem Nächsten so professionell wie möglich beizustehen.
Behüte und beschütze uns bei all unserem Tun, dass wir gesund an Leib und Seele vom Einsatz zurückkehren.
(Kamerad B. Blumenstein)
2. Herr, jeder Einsatz erfordert höchste Konzentration und volle Aufmerksamkeit.
Um gut arbeiten zu können, brauchen wir gute, verlässliche und bewährte Zusammenarbeit. Jeder muss sich auf die anderen verlassen können: "Einer für alle - alle für einen."
Wir bitten Dich: Stärke und festige unsere Kameradschaft. Fördere den Teamgeist. Lass jeden seine Fähigkeiten entdecken und entwickeln. Und hilf uns, gut mit Konflikten umzugehen.
(Pfarrer i. R. W. Dango)
3. Manche Einsätze, guter Gott, haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt. Bilder vom Einsatz verfolgen uns noch lange Zeit, Gesehenes und Gehörtes belastet uns manchmal bis in unsere Träume hinein. Leider geschieht dies jetzt viel zu oft in unseren Nachbarorten Schönbach, Beiersdorf, Oppach.
Wir bitten Dich: Nimm von uns, was unsere Seele belastet. Hilf uns erkennen, was uns Erleichterung verschafft. Gib uns den Mut, darüber zu sprechen zu Dir, zu unseren Kameraden oder unseren Partnern und Freunden.
(Pfarrer A. Blumenstein)
4. Manchmal ist unserm Tun kein Erfolg beschieden. Es bleibt uns nur noch übrig, tote Angehörige, Kinder, Freunde, Kameraden oder Nachbarn zu bergen und die Hinterbliebenen zu trösten.
Wir bitten Dich: Gib uns die Kraft, den Misserfolg, die Ohnmacht und die Hilflosigkeit auszuhalten. Nimm uns die Angst vor dem Tod, damit wir die Toten in Würde aus dieser Welt verabschieden können. Steh uns bei in unserer Trauer, wenn uns die Stimme versagt und wir nicht mehr weiterwissen.
(Kamerad B. Blumenstein)
5. Wir könnten uns nicht für unseren Nächsten einsetzen, wenn nicht andere zuhause und am Arbeitsplatz unsere Arbeit übernehmen. Ehepartner und Arbeitskollegen halten uns für unser Engagement den Rücken frei. Sie stärken uns, weil wir bei ihnen ein offenes Ohr oder stummes Verstehen finden.
Wir bitten Dich: Hilf uns, ihnen zu danken, was sie mittragen. Lass uns erkennen, wenn wir uns verausgaben und es übertreiben, Gebiete uns Einhalt, wenn wir ihre Kräfte über Gebühr beanspruchen.
(Pfarrer i. R. W. Dango)
6. Kameraden vor uns haben uns den Weg bereitet, Dank ihnen haben wir unseren heutigen Ausrüstungs- und Kenntnisstand. Dankbar blicken wir auf ihr Werk zurück. Immer wieder verlieren Feuerwehrleute und andere Mitarbeiter im Rettungsdienst im Einsatz ihr Leben. Das ist unsere größte Angst.
Wir bitten Dich: Lass die Toten in Deinem Frieden ruhen. Hilf uns, ihr Werk in Ehren zu halten und weiterzuentwickeln. Nimm auch uns in Dein Reich auf, wenn Du unserem Leben ein Ziel gesetzt hast.
E-Mail: kg.neusalza_spremberg@evlks.de




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